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1989: Woher – Wohin – Was bleibt?

8. November 2019, 19:00 - 22:00

Podiumsdiskussion Linksoppositioneller (Mittel)Osteuropas über den Umbruch von 1989 und seine Bedeutung für linke Alternativen heute

Tamás Krausz (Herausgeber »Eszmélet«, Budapest)*
Przemysław Wielgosz (Le Monde diplomatique/edycia polska, Warschau)**
Bernd Gehrke (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West, Berlin)***
Moderation: Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West, Berlin)****
Obwohl es vergleichbare Erfahrungen mit den Diktaturen Osteuropas und den Umbrüchen von 1989 sowie viele Gemeinsamkeiten ihrer aktuellen Situation innerhalb Europas gab und gibt, ist eine grenzüberschreitend geführte Diskussion der Linksoppositionellen aus den Länder des ehemaligen Ostblocks schon lange verstummt. Verbannt in die Peripherie verlängerter Werkbänke einer neoliberalen Europäischen Union, Verarmungs- und Abwanderungsprozessen ausgesetzt und mit dem Aufstieg autoritär-nationalistischer Bewegungen konfrontiert, ist es an der Zeit, wieder ins Gespräch zu kommen.

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Linksoppositionelle von vor und nach 1989 darüber diskutieren, ob es auf alte Fragen über den Charakter des untergegangenen Ostblocks neue Antworten gibt, welche Weichen die unterschiedliche Art und Weise der Umbrüche von 1989 in den einzelnen Ländern gestellt hat, und welche Bedeutung einstige Konzepte über den Selbstverwaltungssozialismus für Gegenwart und Zukunft haben können. Nicht zuletzt wollen wir darüber reden, welche Perspektiven der Linken in unseren Ländern denkbar sind und überlegen, ob es gemeinsame politische Initiativen der alternativen Linken (Mittel)Osteuropas zukünftig überhaupt geben kann.

* Tamás Krausz ist Historiker und Professor an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest; 1989 war er Mitbegründer der Baloldali Alternatíva Egyesülés (Linke Alternative); er ist Redakteur der linken Vierteljahreszeitschrift »Eszmélet«.

** Przemysław Wielgosz war 1989 in der anarchistischen Bewegung aktiv, engagierte sich in der politischen und künstlerischen Kommune Otwock und gab die Zeitschrift Rewolta heraus. Heute ist er Chefredakteur der polnischen Ausgabe der Monatszeitschrift Le Monde diplomatique und der Buchreihen Library Le Monde diplomatique sowie Library of Economic Alternatives.

*** Bernd Gehrke ist als Historiker und Publizist tätig; 1989 war er Mitbegründer der Vereinigten Linken in der DDR und der Grünen Liga; heute engagiert er sich im Arbeitskreis Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West sowie im #Netzwerk-Ost.

**** Renate Hürtgen ist als Historikerin tätig, 1989 war sie Mitbegründerin der Initiative für Unabhängige Gewerkschaften; heute engagiert sie sich im Arbeitskreis Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West sowie im #Netzwerk-Ost.

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

Details

Datum:
8. November 2019
Zeit:
19:00 - 22:00

Veranstaltungsort

Haus der Demokratie & Menschenrechte Berlin
Greifswalder Str. 4
Berlin, Berlin 10405 Deutschland
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Telefon:
+49 30 20165520
Website:
https://hausderdemokratie.de